•24. Januar 2012 •

Jennifer Nathalie Pyka
Nahezu täglich erreichen mich Pakete, Telegramme und Elektro-Briefe in denen steht:
Hochverehrter Herr Bremske!
Warum machen Sie sich eigentlich nicht über unseren Bundeskanzler Herrn Christian Wulff lustig? Das wäre doch genau das Richtige für Ihr Blog?!
Mit freundlichen Grüßen: Ihre kommunistisch-islamistischen Leser!
Ja, warum beteilige ich mich nicht am Wulff-Bashing? Oder am Wulff-Shitstorm? Shitstorm ist ein bescheuertes Modewort, das momentan viele Blogger enthusiastisch in ihre Beiträge einfügen.
Natürlich könnte ich behaupten, Christian Wulff hätte bei mir (wie einst bei „Denunzianten“–Kai) angerufen, mich als „pfannkuchengesichtige Tunte“ tituliert und von mir verlangt, über „unsere Kreditangelegenheit“ Stillschweigen zu bewahren. Weil ich nämlich, so hätte ich fabulieren können, Christian Wulff insgesamt 12 EUR zu äußerst günstigen Konditionen geliehen habe. Aber eine solche Story wäre zu platt und zu albern gewesen … dies hier ist schließlich ein seriöses Blog.
Ich kann nicht behaupten, dass mir Christian Wulff sympathisch wäre. Als ich ein kleiner Junge war, existierte die Hertie-Kaufhauskette noch, und die Filialen sahen aus, als hätte man nach dem Zweiten Weltkrieg die Regale aufgestellt und dann nie wieder was verändert. Meine Mutter kaufte dort gern ein, meistens musste ich mitgehen. Ich hing an ihrem Rockzipfel, weil mir Hertie-Kaufhäuser bis zu deren bitteren Ende unheimlich blieben. Es herrschte Totentanz … meistens waren mehr Verkäufer als Kunden im Laden.
Diese Verkäufer waren nie jung oder gar chic gekleidet. Das waren richtige Zombies, höchstens mit Hauptschulabschluss. Vermutlich allesamt 40 oder älter, und sie trugen Brillen, so wie Christian Wulff. Christian Wulff, der übrigens Bundespräsident und nicht Bundeskanzler ist (das weiter oben war nur ein Scherz). Tja, Christian Wulff hätte gut in diese Ansammlung von Verkaufszombies gepasst. Strumpfhosenfachverkäufer, das wäre der perfekte Job für ihn gewesen. Wobei es den Beruf des Strumpfhosenfachverkäufers vermutlich gar nicht gibt. Man hätte ihn für Wulff erfinden müssen.

Der junge Christian Wulff als Strumpfhosenfachverkäufer (bei Hertie).
Mir ist das Amt des Bundespräsidenten schnurzfurzegal. Das Einzige, was mir dazu einfällt, ist, dass es überflüssig ist. Überflüssig wie die FDP, die Piratenpartei oder braune Streifen im Schlüpfer. Wir wären ohne Bundespräsidenten, FDP, Piratenpartei sowie naturbiologisch gefärbte Unterhosen nachweislich besser dran.
Eine Bloggerin, die sich mit Christian Wulff beschäftigt hat, ist Jennifer Nathalie Pyka – und zwar hier. Mit Jennifer verbindet mich vieles: sie ist jung und gutaussehend, sie ist klug und kann gut schreiben (aber längst nicht so gut wie ich). Obgleich sie ein Jahr älter ist als ich, müsste ich ihr von Rechts wegen einen Heiratsantrag machen. Wobei zu bedenken ist, dass ich in Berlin wohne und sie in München. Ein weiteres Hindernis besteht darin, dass ich möglicherweise homosexuell bin (da sind sich die Ärzte noch nicht ganz sicher).
Jennifer demontiert bevorzugt selbstverliebte Selbstdarsteller. Einer davon ist Ruprecht Polenz, der im Grunde genommen mit seinem dämlichen Namen genug gestraft ist. Knecht Ruprecht jedenfalls ist – wie ich! – ein Anhänger des internationalen Palästinensertums. Und statt mit fortschrittlichen Kräften in Afghanistan diskutiert er lieber mit den „moderaten Taliban“. Ein Vollhorst Humanist also, wie er im Buche steht.
Polenz unterstützt zudem das Projekt „Ein Bustan“, mit welchem sich meine zukünftige Verlobte Jennifer Nathalie Pyka ebenfalls auseinandersetzt.
„Hä?“, werden Sie, meine geneigte Leser, jetzt krächzen. „Ein Bustan? Watt’n datt’n?“
Kurz gesagt geht es um einen Kindergarten, in welchem Kinder aus Israel und aus den angeblich autonomen Gebieten der Palästinenser (jenem erfundenen Volk, an dem die Deutschen und die Weltbevölkerung einen Narren gefressen haben) gemeinsam betreut werden. Übrigens im Sinne der sogenannten Waldorf-Pädagogik, die der Knalldödel Rudolf Steiner in seinem aufgeweichten Hirn ersonnen hat.
Ich mag Kinder nicht sonderlich, obwohl es ist nicht lange her ist, dass ich selbst eines war. Wenn Frau Heckner (eine ehemalige Kollegin meiner Mutter) zu Besuch kommt, dann wollen ihre Gören (6 und 12 Jahre alt) regelmäßig mit meiner Play Station, X-Box usw. spielen. Abgerissene Knöpfe und ein verschmierter Monitor (Süßigkeiten & Popel!) sind die Folge. Das erklärt meine Abneigung gegen kleinwüchsigen Nervensägen gewiss ausreichend.
Egal. Die Grundidee der Erfinder des israelisch-palästinensischen Kindergartens ist es, dass Kinder, die miteinander spielen, sich im Erwachsenenalter nicht die Köpfe einschlagen werden. Klingt vordergründig nett und plausibel, ist aber nachweislich blöder Quatsch: Jene Nazibengels, die im KZ enthusiastisch und vor Freude zuckend jüdische Mitmenschen ins Gas schickten, waren nicht selten mit jüdischen Kindern aufgewachsen, was sie nicht von ihren kranken, sadistischen Taten abgehalten hat.
Ebenso düster sah es in einem untergegangenen Vielvölkerstaat aus, der sich Jugoslawien schimpfte. Menschen verschiedenster Herkunft wuchsen gemeinsam auf, was sie in den 90-er Jahren nicht daran hinderte, sich gegenseitig zu massakrieren. Und welcher gewaltbereite Türke oder Araber würde sich davon Abstand nehmen, einen Kartoffel-Deutschen zu vermöbeln, nur weil er früher mal in einer BRD-Kita gemeinsam mit Kartoffel-Kindern gewickelt wurde? Richtig: Keiner!
Sich kennen heißt also keinesfalls, sich nicht bekriegen. Aber darum ging es Jennifer Nathalie Pyka auch gar nicht. Sie hat den Unterstützern von „Ein Bustan“, was in einem Rechtsstaat eine Selbstverständlichkeit sein sollte, die kritische Frage gestellt, ob ihr Verein (wie behauptet) im Vereinsregister zu findenist, und, wenn ja, ober er tatsächlich als gemeinnützig anerkannt ist. Wie „besonnen“ Polenz und seine Pali-Anbeter darauf reagierten, kann man hier nachlesen.

Ob Knecht Ruprecht Polenz schon Mitglied ist?
Veröffentlicht in Interna, Naher Osten
Tags: Christian Wulff, Dawn Of The Dead, Deutsche Opfer, Ein Bustan, Hertie, Jennifer Nathalie Pyka, Kartoffel-Deutsche, Piratenpartei, Ruprecht Polenz, shitstorm, Vollhorst
Intrigantes Geflüster